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Raus aus den Schulden? – Am besten gar nicht rein! Schuldenprävention am GN

Neuestes Smartphone, trendy Markenkleidung, Streaming-Abos und Co.: Die Liste der Verlockungen für Jugendliche ist auch im Jahr 2018 sehr lange. Daher überrascht es auch nicht, dass nach einschlägigen Medienberichten immer mehr Jugendliche überschuldet sind. Gerade auch deswegen holte sich heuer das Gymnasium Neutraubling erstmals die Expertinnen der Schuldnerberatung von der Diakonie Regensburg ins Haus. Frau Kolbe-Stockert und Frau Käs begannen ihr Coaching zunächst damit, die Aussage zu widerlegen, dass immer mehr Jugendliche überschuldet seien. Seit zehn Jahren ist dieser Trend ruckläufig, so die professionellen Schuldenberaterinnen. Trotzdem sei jeder verschuldete „einer zu viel“, und so zeigten die beiden Mitarbeiterinnen der Diakonie den Schülerinnen und Schülern anhand verschiedener realer Fallbeispiele von Gleichaltrigen auf, wie man z.B. die Versuchungen der Finanzbranche mit 0%-Finanzierungen und Co. erkennen könne und sie sensibilisierten die Lernenden dafür, wie leicht auch vieler ihrer Klienten in die Schuldenfalle getappt seien. Im Anschluss gingen sie auch auf mögliche Wege heraus aus der Verschuldung, allen voran natürlich die Privatinsolvenz, ein. Frau Kolbe-Stockert verdeutlichte, wie beschwerlich die sechs Jahre dauernde Wohlverhaltensphase, welche dann jedoch sogar mit der Befreiung von den restlichen Schulden endet, für alle Betroffenen ist. Nur auf diese Weise sei es vielen jungen Leuten überhaupt erst wieder möglich, ein ordentliches Leben führen zu können. Bestens über die heikle Thematik informiert und vermutlich mit dem Wunsch, dieses Wissen selbst nie anwenden zu müssen, gingen die 9. Klässler in die Weihnachtsferien.

(Daniel Zwicknagl)

 

 

Frau Kolbe-Stockert und Frau Käs von der Schuldnerberatung der Diakonie Regensburg mit der 9b.