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Brennender Müll und kranke Vögel

Wie immer am Schuljahresende durften unsere Energie- und Umweltmanager als Anerkennung für ihr Engagement an einer Exkursion teilnehmen.

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5-7 besuchten am 06. Juli die Umwelt- und Vogelauffangstation des LBV in Regenstauf. Stationsleiterin Sigrid Peuser und ihr Team erzählten Interessantes über die Umweltschutzprojekte des Naturschutzverbandes. Im Praxisteil wurden Federn unter dem Binokular untersucht. Faszinierend ist die Tatsache, dass Eulenfedern durch ihren besonderen Aufbau fast lautloses Fliegen ermöglichen. Zuletzt wurden die gefiederten Patienten in den zahlreichen Volieren besucht: Bussarde, Eulen, Störche und Falken die durch Unfälle oder Vergiftungen für bestimmte Zeit menschlicher Pflege bedürfen und in Regenstauf aufgepäppelt werden, bis sie wieder selbstständig in freier Wildbahn überleben können.

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Die Energiemanager der Klassen 8, 9 und 10 besuchten zur gleichen Zeit den Zweckverband Müllverwertung Schwandorf. Hier wird seit 1979 der Restmüll aus einem großen Teil der Oberpfalz in einem Kraftwerk verbrannt. Herr Stefan Karl erklärte die komplizierte Technik und untermauerte vieles mit anschaulichen Zahlen. So wird die Wärme der Verbrennung zunächst in einer Dampfturbine zur Stromerzeugung genutzt. Die Abwärme wird zu einer benachbarten Fabrik als Heißdampf geschickt. Außerden versorgt eine Fernwärmeleitung viele öffentliche Gebäude und das Schwimmbad in der Stadt Schwandorf. Ein besonders großer Wert wird auf die Rauchgasreinigung gelegt. Die Schadstoffe werden ständig gemessen und online an die Überwachungsbehörden übermittelt.
Durch 450 000 Tonnen Müll kann eine Menge von 140 Millionen Liter Heizöl ersetzt werden.
80% des Mülls werden in grünen Containern auf der Bahn angeliefert und vermeiden somit LKW-Verkehr. Bei einem Rundgang mit Helm konnten sich die Energiemanager einen Eindruck von der rieseigen Anlage machen. Im Anlieferungsbunker wurde der Geruchssinn etwas strapaziert, später die Ohren durch die lauten Maschinen. Richtig heiß war es bei den Turbinen und angenehm kühl bei der Schaltzentrale gleich daneben. Am Ende bekam noch jeder eine kleine grüne Mülltonne geschenkt als Andenken an die interessante Besichtigung.

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W. Göttler, A. Schnellbögl, S. Schinabeck, M. Lindner